Marillen-Limes-Shots im Waffelbecher

Weiße Schokolade, Sahne und Marillen-Limes werden zu einer seidigen Creme – aufgespritzt in knusprige Waffelbecher. Dessert und Digestif in einem Bissen.

Marillen-Limes-Shots im Waffelbecher

Dessert und Digestif in einem Bissen

Manchmal braucht es kein großes Dessert. Es braucht etwas, das man im Stehen isst, während die Gespräche weiterlaufen – und das trotzdem den Abend abrundet. Die Marillen-Limes-Shots sind genau das: ein knuspriger Waffelbecher, gefüllt mit einer seidigen Creme aus weißer Kuvertüre, Sahne und Marillen-Limes, dazu ein kleiner Schluck puren Likörs im Inneren.

Der Reiz liegt im Kontrast. Die weiße Schokolade bringt Fülle und Süße, der Marillen-Limes stellt mit seiner Aprikosenfrucht und der feinen Säure dagegen. Was cremig wirkt, bleibt dadurch leicht. Und weil im Becher noch ein Löffel Likör versteckt ist, gibt es beim Hineinbeißen einen Moment, in dem das Dessert kurz zum Digestif wird.

Der Ofen bleibt kalt. Gearbeitet wird mit Pürierstab, Handrührgerät und Spritzbeutel – und mit etwas Geduld, denn die Creme braucht ihre Zeit im Kühlschrank.

  • Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten aktiv
  • Kühlzeit: 1 bis 2 Stunden
  • Schwierigkeit: einfach
  • Ergibt: 12 bis 14 Stück

Die Zutaten

Für die Creme

  • 275 g weiße Kuvertüre
  • 100 ml Sahne
  • 70 ml Marillen-Limes (Allgäu Brennerei)

Außerdem

  • 12 bis 14 Waffelbecher
  • Marillen-Limes zum Einfüllen

Für die Dekoration

  • 1 bis 2 Aprikosen
  • Frische Minzblätter

So geht es

  1. Kuvertüre vorbereiten: Die weiße Kuvertüre fein hacken und in ein hohes Gefäß geben.
  2. Sahne aufgießen: Die Sahne einmal aufkochen und heiß über die Kuvertüre gießen. Kurz stehen lassen, bis die Schokolade sichtbar weich geworden ist, dann glatt rühren.
  3. Likör zugeben: Den Marillen-Limes einrühren und die Masse mit dem Pürierstab emulgieren, bis sie glänzend und vollkommen homogen ist.
  4. Kühlen: Die Creme abgedeckt für 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sie fest ist.
  5. Kurz aufschlagen: Die gekühlte Creme mit dem Handrührgerät nur kurz aufschlagen – wirklich nur wenige Sekunden, bis sie spritzfähig ist.
  6. Erste Schicht: Die Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Waffelbecher jeweils zur Hälfte füllen.
  7. Likör einfüllen: Einen kleinen Schluck Marillen-Limes in die Mitte geben.
  8. Abschließen: Mit Creme bedecken und obenauf einen Tuff aufspritzen.
  9. Dekorieren: Mit einer Aprikosenspalte und einem Minzblatt garnieren und bis zum Servieren kühl stellen.

Tipps aus der Backstube

  • Nicht zu lange aufschlagen. Der häufigste Fehler: Die Ganache wird zu lange gerührt, gerinnt und wird grießig. Wenige Sekunden reichen. Falls es doch passiert, hilft es, die Masse kurz leicht zu erwärmen und erneut zu emulgieren.
  • Der Pürierstab macht den Unterschied. Nur beim Emulgieren verbinden sich Fett und Flüssigkeit so, dass die Creme später seidig glänzt statt matt zu wirken.
  • Erst kurz vor dem Servieren füllen. Waffelbecher weichen mit der Zeit auf. Wer sie höchstens ein bis zwei Stunden vorher befüllt, behält den Knusper. Die Creme selbst kann problemlos einen Tag vorher entstehen.
  • Becher abdichten: Wer weiter vorausplanen möchte, pinselt die Innenseite der Waffelbecher dünn mit geschmolzener weißer Kuvertüre aus und lässt sie fest werden. Diese Schicht hält die Feuchtigkeit ab.
  • Aprikosen erst zuletzt. Die Spalten ziehen Saft – sie kommen kurz vor dem Servieren obenauf.
  • Variante für den Herbst: Mit Williamsbirnen-Likör und einer dünnen Birnenspalte statt Aprikose funktioniert das Rezept genauso.
  • Ohne Waffelbecher: Kleine Gläser oder Espressotassen sind eine gute Alternative. Dann darf die Creme ruhig etwas weicher bleiben.

Marillen-Limes – fruchtig, leicht, vielseitig

Mit 16 Prozent Vol. ist der Marillen-Limes der leichtere unter den Marillen-Spirituosen der Allgäu Brennerei – und genau deshalb passt er hier so gut. Seine klare Aprikosenfrucht setzt sich gegen die weiße Schokolade durch, ohne sie zu erschlagen, und die feine Säure hält das Dessert im Gleichgewicht. Im Glas auf Eis ist er ein unkomplizierter Aperitif, in der Küche ein verlässlicher Aromengeber.

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Servieren und Genießen

Serviert werden die Shots gut gekühlt, am besten auf einer flachen Platte oder einem Holzbrett, damit die Becher stabil stehen. Sie sind das ideale Fingerfood-Dessert für Sommerabende, für den Geburtstagstisch oder als kleiner Abschluss nach einem Grillabend – jeder greift sich einen, und niemand braucht einen Teller.

Wer mag, stellt daneben eine Flasche Marillen-Limes auf Eis. Ein kleines Glas dazu nimmt das Aroma des Desserts noch einmal auf und macht aus zwei Bissen einen richtigen Abschluss.

Das Rezept stammt von den ZweiSchwestern, die im Allgäu einzigartige Backkurse geben.

Viel Freude beim Zubereiten – und gutes Gelingen.